Nach 10 Jahren Seelsorge in der Pfarrei und nachdem ich das Ruhestandalter erreicht habe, heißt es nun für mich Loslassen und Abschiednehmen.

Der Pfarrer, wo und wie er auch immer die Seelsorge in einer Pfarrei gestaltet, es bleibt der Auftrag des Auferstandenen: „Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten haben“ (Mt 28,19-20a) Diesen Auftrag erfüllt der Pfarrer durch die Spendung der Sakremente, die dem Christmenschen ermöglichen, Gottes Leben und Geist in sich zu haben und durch die Verkündung des Evangeliums, die dem Gläubigen lehrt, was der Wille Gottes ist und was die Nachfolge Christi mit sich hat. Geht und lehrt ist also die Hauptaufgabe eines Pfarrers. Auf welche Art und Weise das „geht und lehrt“ geschehen soll, kommentiert der Hl. Augustinus: Weide meine Schafe, nicht als Deine sondern als Meine; nicht für deine Ehre, sondern für meine Ehre; nicht für deinen Profit, sondern für meinen Profit. Denn du bist nicht der Hirte, ich bin der Hirte. In diesem Geist habe ich immer wieder versucht, auch hier in der Pfarrei, Pfarrer zu sein. 10 Jahre sind es, in denen ich mit Euch Christ und für Euch Pfarrer sein durfte. Ich bin sehr dankbar für diese Zeit des Miteinander, in der ich viele Menschen, Jung und Alt, im Glauben begleiten durfte nach dem Motto wegstecken, ändern, was zu ändern ist und nicht einfach so weiter machen wie bisher. Es gibt keine ideale Gemeinde, eben so wenig gibt es einen idealen Pfarrer. Wo Menschen sind, da menschelt es oft gewaltig und das ist wohl gut so. Was letztlich zählt, ist doch der Mensch, der Glaube und die Pfarrei und darum dass nichts untergeht.

Ich bedanke mich bei den vielen, die mich als ihren neuen Pfarrer akzeptiert haben und mich ehrlich unterstützt haben. Vergelt`s Gott!

Ich bedanke mich aber auch bei den wenigen, die mich als ihren neuen Pfarrer nie akzeptiert haben und mich nicht unterstützen wollten. Sie haben mir geholfen, mich als Christ und als Mensch immer wieder neu zu positionieren.

Einige Geschenke habe ich schon von Euch erhalten, Vergelt`s Gott.

Mein erstes schönstes Geschenk bleibt aber Eure Unterstützung des neuen Teams, das keine leichte Aufgabe bei der Zusammenführung der Pfarreien Aiterhofen-Geltolfing-Oberpiebing/Salching hat.

Mein zweitschönstes Geschenk ist für mich Eure Vergebung, falls ich bei der Ausübung meines Dienstes jemanden gekränkt bzw. verletzt haben sollte.

Ich kann nicht länger bei Euch bleiben, ich lege Euch aber eine Erinnerung ins Herz. Ich möchte Euch und vor allem mich selbst daran erinnern, dass eine gute Beziehung zu Gott, unsere erste Verantwortung als Pfarrer und als Christ sein muss. Ich möchte uns alle stärken und ermutigen, weiterhin unseren Glauben zu leben und zu praktizieren, denn darauf kommt es an.

Pf. Dr. Raphael Mabaka, BGR

Festlich geschmückt zeigte sich die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Leiblfing, als am Samstag im Rahmen zweier Gottesdienste Mädchen und Buben aus der Pfarrgemeinde Oberpiebing-Salching gefirmt wurden. Aufgrund der Pandemie und der damit verbundenen Vorschriften musste dieses Fest auf zwei Gruppen aufgeteilt werden.

Bevor WB Reinhard Pappenberger mit den zwei Mitzelebranten Dr. Raphael Mabaka und Ludwig Bumes und die Ministranten in das Gotteshaus um 9 Uhr einzogen, begrüßte Ortspfarrer Leo Heinrich besonders die Firmlinge mit ihren Paten und alle Eltern und Angehörigen. Ein besonderer Gruß galt Weihbischof Pappenberger,den beiden Priestern aus der Pfarrei Oberpiebing-Salching und dem Singkreis Halleluja, der diesen Festgottesdienst musikalisch begleitete und mit dem Eingangslied „Beginne Du all meine Tage“ für eine festliche Stimmung sorgte. Mit dem Evangelium, der Predigt vom Weihbischof und dem Tauf-versprechen wurde die Firmspendung eingeleitet, die vom Chor mit Liedern gestaltet wurde. Bei seiner Predigt bemerkte Pappenberger, dass die Firmung von Generation zu Generation getragen wurde und das uneingeschränkte Ja zumGlauben, zur katholischen Kirche und zu Gott bedeutet.

Dabei kam er auf den Apostel Thomas zu sprechen, den er als starke Persönlichkeit bezeichnete, der aber auch als Zweifler galt. „Wir halten zu Jesus und wenn es uns das Leben kostet“ war einer der Sätze, an die der Weihbischof erinnerte. Mit den Worten „Die Auferstehung ist die große Hoffnung“ und „Die Firmung ist die Verbundenheit mit Christus“ beendete der Gast aus Regensburg seine Predigt und nach dem Taufversprechen folgte die Firmspendung. Dabei zeichnete der Weihbischof jedem Firmling mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirn und sprach dazu: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist. Der Friede sei mit dir.“

Mit den Fürbitten, vorgetragen von einigen Firmlingen, endete dieser feierliche Akt. Mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich“ endete für die erste Gruppe der Gottesdienst mit folgenden Firmlingen: Timo Baran, Svenja Blenk, Michael Christoph, Liliane Eichinger, Johannes Fendl, Melanie Gall, Maximilian Gote, Sophie Häusler, Nico Heuschneider, Lou Jungmayer, Korbinian Kiefl, Isabella Laubhan, Lena und Nina Miller, Lasse Pangerl, Celina Platzer, Carola Pöschl, Michael Sax, Julia Schnabl, Lukas Szymczyk, Veronika Wenningerund Nico Westermeier. Für die zweite Gruppe war um 11 Uhr der Gottesdienst: Niklas Achatz, Maximilian Daems, Victoria Groß, Christina Heuschneider, Charlotte Kowal, Felix Lindinger, Sophia Mittig, Anna Nagelmüller, Katharina Obermeier, Noah Palloch, Bastian Prohaska, Jakob Schlösser, Alina Schmidt, Franziska Schreyer, Florian Schütz, Vivienne Stüllenberg, Lisa Till, Antonia und Johanna Waschto.

Quelle: js/Staubinger Tagblatt

 Foto: Franz Schambeck