Nach einer coronabedingten Pause von zwei Jahren, hat in der Pfarrei Oberpiebing-Salching am Freitagabend im Pfarrheim Salching wieder ein Mitarbeiteressen stattgefunden. Vor rund 40 Mitarbeitern eröffnete Pfarrer Heinrich Weber die Veranstaltung als ein Zeichen der Wertschätzung für vielfältiges persönliches Engagement. Von den Seelsorgern Pfarrvikar Joseph Kanamkudam, Diakon Heribert Schambeck und Pfarrer i.R. Ludwig Bumes, bis zu den Mitgliedern der Kirchenverwaltung, des Pfarrgemeinderates, des Kirchenchores, des Frauenbundes, der Landfrauen, der Eltern-Kind-Gruppen, des Kleinkindergottesdienstteams, der Ministranten, der Mesner und des Pfarrbüros, spannte er den Bogen kirchlicher Mitarbeiter. Mit besonderer Aufmerksamkeit nahmen die Gäste die Vorstellung der neuen Pfarrheimwirtin Manuela Wolf zur Kenntnis. „Menschen über 50, die mindestens zwei Stunden pro Woche einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehen, haben ein deutlich geringeres Sterberisiko und sind körperlich fitter, als eine Vergleichsgruppe ohne Ehrenamts-Jobs, haben umfangreiche Studien in den USA ergeben“, sagte die Pfarrgemeineratssprecherin Dagmar Genau. Sie dankte allen, die trotz Corona an der gemeinsamen Sache weitergearbeitet haben. Sie haben Lösungen ausgetüftelt, Hygienemaßnahmen erdacht, in der Kirche Sitzplätze angewiesen und sie sind gekommen, mit Mundschutz, wenn nötig mit Abstand, aber sie waren da. Anschließend listete sie die Ereignisse der vergangenen zwei Jahre auf. Zum September 2021 konstituierte sich die neue Pfarreiengemeinschaft Aiterhofen-Geltolfing-Oberpiebing-Salching und Pfarrvikar Joseph Kanamkudam sowie Pfarrer Heinrich Weber feierten mit der neuen Gemeinschaft den ersten Gottesdienst.

Im Oktober war die feierliche Installation von Pfarrer Weber in Aiterhofen. Im März 2022 wurde erstmals ein neuer Gesamtpfarrgemeinderat gewählt. Darauf folgte im April die Gründung eines Ortsausschusses Oberpiebing-Salching, der sich aus den Pfarrgemeinderatskandidaten rekrutierte. Der Ausschuss kümmert sich zukünftig um die speziellen Belange von Oberpiebing und Salching, zum Beispiel Fronleichnamsprozession. Durch Corona sei ein Bruch durch die Arbeit der Pfarrgemeinde gegangen. „ Aber wir sind noch da und arbeiten weiter. Wir haben zwar jetzt keinen eigenen Pfarrer mehr, aber mit einem Vikar und einem Diakon zusätzlich müssen wir uns bestimmt nicht verstecken. Große Feste im Rahmen der Pfarreiengemeinschaft würden künftig in Aiterhofen gefeiert. Aber wir dürfen mithelfen. Man kann es als Nachteil sehen, nur ein Teil zu sein, man kann es aber auch als Vorteil werten, Neues zu erleben und gemeinsam Kirche zu entwickeln.

Mit Josef Bierl wurde abschließend ein Mitarbeiter der ersten Stunde in der Pfarrgemeinde Oberpiebing-Salching geehrt, der sonst, als Mitarbeiter im Straubinger Tagblatt, seine Kamera auf andere richtet. Bierl war von 1974 bis 1982 und von 1986 bis 1990, also 12 Jahre, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates (PGR) und maßgeblich an der feierlichen Installation von Pfarrer Josef Forstner, am 7. Dezember 1975 beteiligt. Als Mitglied im Kirchenchor gehört Bierl seit 1974 bis heute zu den beständigen Sängern. Nachdem keine weiteren Ehrungen mehr vorgesehen waren, lud Pfarrer Weber alle Gäste an das Buffet ein.

(JB)

Der geehrte Josef Bierl (mit Blumen), Pfarrer Heinrich Weber (rechts), Bürgermeister Alfons Neumeier und PGR-Sprecherin Dagmar Genau